Praxisnahe Einblicke fördern neue Erkenntnisse
Mit einem Betriebspraktikum für einen Lehrer wird die Kooperation Schule-Wirtschaft am LG weiter ausgebaut
Rottweil. Wie funktioniert die Finanzbuchhaltung in der Realität und mit welchen Fragen beschäftigt sich das Marketing eines Werkzeugmaschinenherstellers? Mit diesen Fragen hat sich Wirtschaftslehrer Dominik Bentele vom Leibniz-Gymnasium insgesamt drei Wochen lang intensiv auseinandergesetzt und das Lehrerzimmer unter anderem gegen die Werkbank getauscht. Sein Fazit als Werkspraktikant: Die Rede vom lebenslangen Lernen ist alles andere als eine hohle Phrase.
Schon der Titel der Fortbildung „Lehrer erleben Wirtschaft“ hätte spannende Einblicke in die Praxis versprochen, erinnert sich Bentele. Doch die Teilnehmenden hätten weit mehr als eine klassische Fortbildung erhalten. „Wir mussten alle für drei Wochen in einen Betrieb und dort verschiedene Abteilungen durchlaufen.“ Für ihn sei schnell klar gewesen, bei einem Betrieb anzufragen, der bereits zu den zahlreichen Kooperationspartnern des Leibniz-Gymnasiums zählte. „Die Firma SW Schwäbische Werkzeugmaschinen in Waldmössingen hat mir sofort zugesichert, dass ich als Hospitant aufgenommen werde“, erzählt Bentele. Seit Freitag hat er nun seinen Praxisanteil der Fortbildung abgeschlossen und ist schlichtweg begeistert: „Ich habe nun einen ganz anderen Blick auf die Kompetenzen gewonnen, die die Wirtschaft von jungen Menschen erwartet, die im Betrieb eine Ausbildung oder ein duales Studium anstreben“, betont er, nachdem er zahlreiche Gespräche mit den Ausbildungsleitern von SW Waldmössingen, aber auch Auszubildenden selbst geführt hat. „Und diese Kompetenzen brauchen unsere Schülerinnen und Schüler bereits im Vorstellungsgespräch.“
Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und der unbedingte Wille, sich weiter zu entwickeln seien Aspekte, auf die Personalchefs bereits beim ersten Kontakt mit jungen Bewerberinnen und Bewerbern achten würden, so seine Erkenntnis. „Unsere Leibnizianer lernen das natürlich im Rahmen der Berufsorientierung, aber gerade der intensive Austausch mit Firmen in der Region bringt erst den unbezahlbaren Praxisbezug“, ist sich Bentele sicher. So habe das Leibniz-Gymnasium SW Waldmössingen dafür gewinnen können, ein Bewerbertraining mit allen Zehntklässlern durchzuführen. „Unsere Klassen haben hier vor allem auch vom direkten Kontakt mit den oft kaum älteren Auszubildenden profitiert“, so Bentele. Aber auch er selbst habe viel Neues gelernt, sagt er und grinst. „Die ökonomische Kompetenz von Wirtschaftslehrern wird tatsächlich gestärkt, wenn man tagelang im technischen Vertrieb mitarbeitet.“ Am eindrucksvollsten sei für ihn aber die Erfahrung gewesen, wie groß die Vielfalt an Berufsfeldern und Ausbildungs- wie Studienmöglichkeiten bei SW Waldmössingen sei. „Das hätte ich niemals gedacht“, sagt Bentele und ist sich sicher: „Künftig kann ich als Wirtschaftslehrer meine Schüler hier auch ganz anders beraten.“
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